zurück zur Auswahl 2003

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Inhalt 03/2003

Titelthema: "Der Herr der Flecken"

Wie sich Bettleintücher oder Slips in delikates Beweismaterial verwandeln lassen … ein Beitrag von Mag. Anton Fleck

"Der Spiegel" war derselben Meinung wie "der detektiv"

"Todeszone" der "Tatsachenbericht von höchster politischer Ebene" vom Heyne Verlag vertrieben, scheint eine Fälschung zu sein

Sachbeweis aktueller denn je

Als der Bankier Roberto CALVI 1982 (!) erhängt unter einer Londoner Brücke aufgefunden worden war, passte es einigen Schattenmännern hervorragend ins Konzept, dass die britische Justiz von einem Selbstmord ausging.

Verbrecherjagd einmal anders

Möglichkeiten einem Gauner das Handwerk zu legen, gibt es reichlich. Dass dabei Fingerabdrücke genommen, DNA-Analysen erstellt und Schussgutachten angefertigt werden, ist allgemein bekannt. Zahlreich sind aber die weniger bekannten Wege, einem Täter auf die Spur zu kommen. Ein Beitrag von Mag. Bernhard Maier, Berufsdetektiv, Wien, Niederösterreich

Die Kelly-Affäre

Tod eines Ermittlers.In LONDON tagt seit Mitte August der Untersuchungsausschuss zum Tod des britischen Bio-Waffenexperten

Detektive in Deutschland bleiben ungeeint

Nachlese: Ereignisreicher und folgenträchtiger Ausgang von Fusionsbemühungen. Zwei Jahre dauerte in Deutschland die intensive Phase von Gesprächen und Verhandlungen zwischen verschiedenen detektivischen Berufsverbänden. Angestrebt wurde die Schaffung von Voraussetzungen und Möglichkeiten, um drei bestehende Detektivverbände zu einem gemeinsamen und starken Verband zusammenzuführen. Umsetzen ließ sich dieses begrüßenswerte und unterstützungswürdige Vorhaben aus den unterschiedlichsten Gründen allerdings nicht. Übrig bleibt eine Situation, die weder in naher Zukunft noch in der Perspektive engagierte und ernsthaft arbeitende Detektive zur Wiederbelebung der gleichen Problematik an einen Tisch bringen wird.

ÖDV Fortbildungsseminar am 17.10.2003 in Linz

Einschlägige Fortbildungsveranstaltungen für Ausübende des Sicherheitsgewerbes sind in Österreich rar gesät. Dem will der Österreichische Detektiv-Verband (ÖDV) Abhilfe leisten, indem er einmal jährlich ein ganztägiges Fortbildungsseminar veranstaltet. Infos unter www.oedv.at

"LENßEN & PARTNER" - Investigativer Rechtsanwalt auf SAT 1.

In Österreich wäre Dr. Ingo Lenßen ein sehr fruchtbarer Fall für den rührigen Pfuscherfahnder der Wirtschaftskammer Wien. Die Ausübung des Gewerbes der Berufsdetektive ist eben diesen vorbehalten und aufgrund des "lex specialis"- Grundsatzes auch Anwälten nicht gewerbsmäßig erlaubt. In Deutschland, dem Land der ungeprüften Detektive, kann jedermann, ob Hilfsarbeiter oder Jurist eine Detektei eröffnen. Deutsche Detektive sind allerdings aufgrund des dort geltenden Rechtsberatungsgesetzes stark in ihren Befugnissen eingeschränkt, jede noch so harmlose Beratung ist für Detektive tabu, sie sind reine Zuträger bzw. Befehlsempfänger ihrer Kunden, das Auftragsziel ist exakt zu definieren. Ingo Lenßen unterliegt als Anwalt diesen Beschränkungen nicht, wodurch er genauso umfassend agieren kann, wie vergleichsweise ein österreichischer Berufsdetektiv. Von Ing. Peter Pokorny, Berufsdetektiv, Wien

Justitia-Award 2003

Der V.I.D. Vereinigung International Tätiger Privat Detektive e.V. ersucht um folgende Veröffentlichung:

Global Economic Crime Survey 2003

Für die Global Economic Crime Survey 2003 hat PricewaterhouseCoopers 3.600 Interviews mit Entscheidungsträgern aus Unternehmen in 50 Ländern - darunter auch in Österreich - geführt: Ziel der Studie war es, die Ausmaße und Folgen von Wirtschaftskriminalität ebenso wie deren Wahrnehmung sowie Behandlung durch die Entscheidungsträger in Unternehmen auf der ganzen Welt zu erheben.

Die neue Zeitschrift "Kriminalpolizei"

Das Magazin "Kriminalpolizei" wird Ende September erstmals erscheinen. Infos unter www.kripo-online.at

"Protecting the American Homeland"

Eine vorläufige Analyse. Erschienen in: The Brookings, 2002

police meets kids

Detektiv Technik

eGuard: Ortung auf GSM-Basis

GPS-Ortungssysteme zählen schon seit längerer Zeit zur Standardausrüstung im Sicherheitsgewerbe; die Ortung von Personen, Fahrzeugen oder Gegenständen auf GSM-Basis (d.h. die Lokalisierung von Mobiltelefonen) war dagegen bisher den offiziellen Ermittlungsbehörden vorbehalten. Mit dem eGuard-System wird dieses Verfahren jetzt teilweise auch den Nutzern aus unserer Branche zugänglich gemacht. Von Dipl.-Ing. Markus Schwaiger, Berufsdetektiv, Wien

Video aus der Tasche - used by Lara Croft

cinema-to-go wird mit mpeg4 Wirklichkeit

Digi Pic News

Digitalcameras von "Minox" bis Superzoom. Was in Bezug auf optische Beweissicherung noch vor ein paar Jahren ein absoluter Traum gewesen war, ist inzwischen nicht nur Realität sondern Standard geworden. Man denke bloß daran, dass nahezu jeder Klient über die Fähigkeiten einer nightshot-tauglichen Camera Bescheid weiß. Umsomehr ist jeder Detektiv gut beraten, sich über diese Bereiche kundig zu machen, insbesondere den Angaben des Handels nicht unbedingt zu vertrauen.

Open Office.Org

Wie in der letzten Ausgabe dieser Zeitschrift bereits ausgeführt, handelt es sich beim Openoffice.org-Programm um eine völlig kostenlose Office-Suite.

Datenrettung kostenlos

Der Software-Hersteller Convar stellt sein Datenrettungsprogramm PC Inspector File Recovery zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Gelöschte E-Mails retten

Mit einem neuen Tool will das durch seine Rettungstools bekannte Unternehmen Ontrack jetzt auch bereits gelöschte EMails, Kontakte, Kalendereinträge oder Aufgaben unter Microsofts Outlook wiederherstellen.

Polizei fahndet mit Spitzel-SMS

Ist das Handy des Verdächtigen eingeschaltet, hat er bereits verloren.

Detektiv Software jagt Versicherungsbetrüger

Völlig Neu: Das Four Thirds System

Sieht man einmal von der Computertechnik und dem Internet ab, so hat wohl keine technische Errungenschaft die detektivische Arbeit revolutioniert, wie die Digitale Fotografie. Und so nennt wohl schon jeder Kollege eine Digitale Videokamera sein eigen. Auch der Trend zur Hybridisierung der Kameras kommt dem Berufsdetektiv entgegen: Filmkameras machen immer bessere Bilder, und die MPEG-Filme der Fotoapparate taugen zur Not auch, Tendenz: Qualitätszunahme in beide Richtungen.

Q/Cool Tools

DV-Rekorder: Wenn man Videomaterial im allgemeinen AVI-Standard aufnehmen wollte, so gab es für den SONY GV-900 oder GV-1000 keine Konkurrenz. Nunmehr bringt aber Panasonic ein gleichwertiges Alternativprodukt auf den Markt.

Speicherkarten: Auf dem Speicherkarten-Sektor tut sich immer Rasanteres: Nachdem hama erst unlängst eine CompactFlash mit 3 GB auf den Markt gebracht hat, toppte LEXAR dies mit seiner 4GB-Karte

Text-Maschine: An den Z88 von Sinclair kann sich wahrscheinlich niemand mehr erinnern: der Computer in der Größe und Dicke eines A4-Kollegeblockes hatte "nur" Textverarbeitung und Tabellenkalkulation anzubieten, beides zusammen im sog. Pipedream-Programm. Der Z88 wurde mit 4AA-Zellen gespeist und lief und lief und lief.

Tissot T-Touch: Der Film ist zu Redaktionsschluss noch gar nicht in den Kinos, "der detektiv" kann aber schon über zwei von Lara Crofts Gadgets berichten (siehe zum anderen Teil den MPEG4-Beitrag in dieser Ausgabe): hier geht es um die neue T-Touch-Uhr der Firma Tisot.

Sony Clie UX50: Mit dem UX50 erweitert SONY seine Clie-Reihe um PDAs mit einem neuen und praktischen Feature: einem quergestellten Monitor! Dieser ist außerdem dreh- und kippbar ausgelegt.

Video Reporter Unit: Die Berichterstattung vom diesjährigen Golfkrieg rückte ein Gerät in den Mittelpunkt des Interesses von K-Reportern (K steht für "Krieg" oder "Krisengebiet") und weltweit operierenden Detektiven: das TH-1 (TH steht für "Talking Heads") der US-Firma Remote Satellite Systems International.

Recht

Das neue Privatsphärenschutzgesetz (PrSchG)

Eingriffe in die Privatsphäre kommen nicht so selten vor, dabei werden bisweilen die Grenzen des rechtlich Zulässigen überschritten. Zu denken ist beispielsweise an illegale Telefonüberwachungen, die Überwachung privater Computer durch Unbefugte, das Anbringen von Kameras an nicht öffentlichen Orten oder das Auskundschaften und Verwerten von Akteninhalten, die private Belange des Einzelnen betreffen

Welche Daten dürfen Detekteien und Auskunfteien verwenden?

(DSG 2000 § 24, DSG 2000 § 26) Grundsätzlich gibt es in Österreich keine besonderen Ausnahmen für die Tätigkeit von Detekteien, d.h. die Regelungen des DSG 2000 kommen in vollem Umfang zur Geltung. Nach den Bestimmungen des DSG 2000 sind für privatrechtliche Ermittlungstätigkeiten keine Ausnahmen vorgesehen. Das bedeutet, dass Datenermittlung, Datenverwendung und Datenübermittlung ist auch für Detekteien nur im Rahmen des Datenschutzgesetzes zulässig sind.

Kein Schmerzensgeld für Ehebruch

Gericht erkennt Schock der betrogenen Frau an, weist Klage jedoch ab. Für den Verlust des Sexuallebens darf mit Schmerzensgeld gerechnet werden. Ein Gerichtssachverständiger setzte die bleibende Impotenz eines Unfallopfers mit zwei Stunden starken seelischen Schmerzen an zwei Tagen pro Woche gleich. Noch gibt es in diesem Fall kein Urteil, da stellt Rechtsanwalt Thomas Mayer schon die nächste Frage zur Diskussion: Muss ein Ehemann seine Ehefrau dafür entschädigen, dass er sie betrügt, dass er sie verlässt?

Väter dürfen die Abstammung eines Kindes ohne Wissen der Mutter genetisch überprüfen lassen

LG München I 10.7.2003, 17HK O 344/03 Väter haben ein Recht darauf zu erfahren, ob sie der biologische Vater eines Kindes sind. Um dieses Recht durchzusetzen, dürfen sie die Abstammung des Kindes gegebenenfalls auch heimlich überprüfen lassen.

"LAUSCHMANNSHEIL!"

Die Jagdsaison auf Lauscher und Späher ist eröffnet. Seit 1.8.2003 wurden die seit nunmehr 30 Jahren unverändert bestehenden Befugnisse der österreichischen Berufsdetektive um die Ziffer 8 erweitert. Von Ing. Peter Pokorny, Berufsdetektiv, Wien, ständiger Rechtsreferent der Wiener Berufsgruppe der Berufsdetektive in der Allgemeinen Fachgruppe des Gewerbes der Wirtschaftskammer Wien

"E-Commerce und Strafrecht"

Von Dr. Susanne Reindl, Universität Wien. Der Großteil der Literatur zum Thema Recht und E-Commerce beschäftigt sich mit den zivil- und handelsrechtlichen Aspekten von Ge- und Missbrauch der Informationstechnologie und geht selten über das DSG oder das ECG hinaus - nicht zuletzt deshalb, da es kein "Computerstrafrecht" in diesem Sinne gibt sondern die relevanten Straftatbestände über das gesamte StGB, unzählige Nebengesetze und zwischenstaatliche Übereinkommen verstreut und zu verschiedenen Zeiten (teilweise noch lange vor der Erfindung der EDV!) entstanden sind. Buchrezension von Dipl-Ing. Markus Schwaiger, Berufsdetektiv, Wien

"Strafverteidigung- Realität und Vision"

Das Buch wurde anlässlich des 1. Österreichischen StrafverteidigerInnentages am 21./22.März 2203 herausgegeben. Es stellt gleichzeitig den Band 1 der Schriftenreihe der Vereinigung Österreichischer StrafverteidigerInnen dar. Eine Buchrezension von Ing. Peter Pokorny, Berufsdetektiv, Wien

Kurzmitteilungen

Ortungs-Etiketten für jedermann

Alltagsgegenstände sollen künftig mit GPS-Chips ausgestattet werden

Röntgenscanner ziehen Passagiere nackt aus

Observationskamera von Nokia jetzt im Handel

Der Fall "Paperboy"

Bundesgerichtshof erlaubt Deep Links. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Klage der Handelsblatt- Verlagsgruppe gegen den Internet-Suchdienst "Paperboy" zurückgewiesen und damit erstmals die Praxis des Deep Links, wie sie auch andere Suchmaschinen verwenden, ausdrücklich gebilligt.

Wanzen auf Rasierklingen

Wer automatisch an den Staat denkt, wenn er von Orwell'scher Überwachung hört, sollte gelegentlich bei Tesco einkaufen gehen. Die britische Supermarktkette hat zugegeben, mit Kameras einzelnen Kunden nachzuspionieren.

Routenplaner spioniert Promis aus

Eigentlich ist der Service für Autofahrer gedacht, die sich vor einer Reise über die kürzeste Fahrtstrecke informieren wollen: Man gibt Start- und Zieladresse ein, der Computer berechnet daraufhin die beste Route. Doch der Streckenplaner lässt sich leicht missbrauchen.

Ein Land voller Spione

Frauen suchen die heimliche Geliebte, Männer das Gehalt ihres Kollegen: Die Briten sind der Schnüffelei verfallen. Einer Studie zufolge spionieren sie leidenschaftlich gern in fremden E-Mails und SMS-Botschaften.

Natascha

Keine Leiche bei Schotterteich in Niederösterreich. Suche 5 Jahre nach dem Verschwinden des Mädchens.

Nichts Neues von der "Saliera"

Ein großzügiger Gewinner könnte die "Saliera" dem Kunsthistorischen Museum zurückbringen - sofern er den Dieb ausfindig macht und dieser verkaufen will.

Buchbesprechungen

Lehrbuch des Monates: "Investigativer Journalismus" von Johannes Ludwig. Es mag vielleicht überraschen, aber Journalismus und der Detektivberuf haben einige Aspekte gemeinsam, das zeigt sich schon am Wort "Recherchieren". Die größte Deckung mit unserem Beruf liegt wahrscheinlich beim Bereich "Investigativer Journalismus". Auch hier ergibt sich rein semantisch eine Gleichsamkeit, ist der Term "investigation" doch die englische Bezeichnung für kriminalistische Ermittlungen

"Mord im Vatikan" Ermittlungen gegen die katholische Kirche. In ihrem Buch lässt die Autorin (Valeska von Roques, Theologin, 23 Jahre Spiegel Korrespondentin in New York, Washington und Rom) den Leser an ihren persönlichen Emotionen und Eindrücken über Papst, Klerus, Opus Dei, Freimaurer und andere Machtfaktoren im Mussolini´schen Souverän teilnehmen. Eine Buchrezension von Georg Hirtl, Berufsdetektiv, St. Pölten

"Wilsberg - Detektiv wider Willen" Teil 1: Seit 1990 lässt Jürgen Kehrer den Privatdetektiv Georg Wilsberg in der guten und weniger guten Gesellschaft der katholischen Bischofsstadt Münster schnüffeln.

"Geheimdienste in der Weltgeschichte": Geschichten und Geschichteln aus der Welt der Geheimdienste gibt es ja genug, sei es in der Variante der Autobiographien oder den Werken sogenannter (weil zumeist selbsternannter) Geheimdienst- Experten. Was dieses Buch aber einmalig und damit auch lesenswert macht, ist die Tatsache, daß es von Historikern verfasst wurde, ohne daß dadurch die Lesbarkeit gelitten hätte.

"Lexikon der Geheimdienste im 20. Jahrhundert.": Mit weit über 4.000 Einträgen liegt ein in jeder Hinsicht gewaltiges Werk vor. Es handelt sich dabei um ein völlig eigenständiges Werk eines ehemaligen Verfassungsschützers, eines BND-Historikers sowie eines weiteren Geschichtsgelehrten und nicht um die Übersetzung des bisherigen Standardlexikons "Spy Book" von Polmar und Allen in englischer Sprache.

"Bilder aus Bagdad": Sowohl der Titel als auch der Untertitel "Mein Tagebuch" sind absolute Fehldeutungen, denn es handelt sich mitnichten um aktuelle vor-Ort- Aufzeichnungen. Der Autor Gerhard Kromschöder, Kriegsreporter im Golfkrieg 1991, spannt seine Kamera auf ein Stativ, fotografiert Bilder des aktuellen Krieges vom Fernseher ab und versieht diese mit seinen kritischen Kommentaren (Stichwort: "Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst!"), versehen mit Rhythmussprüngen zum Jahre 91.

"Der Krieg in unseren Städten" Das Thema dieses Buches ist die Unterwanderung der Bundesrepublik wie auch anderer westlicher Staaten durch islamistische Vereine und Vereinigungen, ein zweifellos topaktuelles Thema.

"Masterminds of Terror" Das Buch ist das, was man in der Journalistensprache als "Knüller" bezeichnet: der real gewordene Traum des exklusiven Zuganges zu einer authenten Quelle: Yosri Fielding, Chefkorrespondent des arabischen TV-Senders al-Dschasira in LONDON, konnte die beiden Drahtzieher der Anschläge vom 9/11 Ramzi Binalshibh und Sheikh Mohammed Monate vor ihrer Festnahme mehrtägig interviewen.

"Fakten, Fälschungen und die unterdrückten Beweise des 11.9." Zweifel an der offiziellen Tatversion melden die beiden Autoren Bröckers und Hauß an; Bröckers tut dies schon zum zweiten Mal: sein erstes Buch zum selben Thema erreichte die geradezu unglaubliche 31. Auflage.

"Al Qaida, Akteure, Strukturen, Attentate" Bei dem jüngsten Werk von Oliver Schröm soll es sich um die erste deutsche Monografie handeln, die sich überhaupt und in dieser Ausführlichkeit mit dem Werdegang dieser Terrororganisation befaßt, vom ersten Anschlag auf das World-Trade-Center im Februar 1993 bis zur hochaktuellen Verhaftung des Bin-Laden-Vertrauten Khalid Scheich Mohammed im März 2003.

"Handbuch des Linksextremismus" Dieses längst überfällige Werk eines deutschen Uni-Professors und eines ebenfalls deutschen Publizisten beschäftigt sich mit dem linken Rand des politischen Spektrums. Unverständlicherweise gibt es trotz 1.000er Straftaten aus dieser Ecke außer den Verfassungsschutzberichten kaum Überblicks-Literatur.

"Schwarzbuch Banken" Es kann nicht weit her sein mit der (All-) Macht der Banken, wenn ein solch kritisches Buch erscheinen kann. Und der Bogen der Kritik spannt sich weit: und zwar von jenem Bereich, der eher den sog. "Mann von der Straße" betrifft, wie etwa die völlig überzogenen und teilweise nicht begründbaren Bankgebühren und andere verschleierte Abzockereien der kleinen Kundschaft; und auf der anderen Seite werden die krummen Touren auf strategischer Ebene durchleuchtet, etwa wenn eine deutsche Bank erheblichst von der Schuldenkrise in MEXIKO profitiert. Das ist das andere Ende des Bogens: die weltweite Finanzwirtschaft.

"Georg Klotz. Freiheitskämpfer für die Einheit Tirols" Obwohl der längst vergessen geglaubte Themenkomplex Südtirol erst unlängst wieder in Erinnerung gerufen wurde (die DDR-StaSi hatte Kontakte zu den Figuren und Unterstützern der zweiten Anschlagswelle), ist es für das Verständnis dieses Buches unbedingt notwendig, sich die Geschichte Südtirols kurz in Erinnerung zu rufen.

"Bundeswehr und Innere Sicherheit" Die deutsche Bundeswehr verfügt anerkanntermaßen über Fähigkeiten, die sonst nirgendwo in der Gesellschaft zu finden sind. Und so ist es auch kein Wunder, dass man vor allem in Extremsituationen nach dem Einsatz ebendieser Mittel schreit. So geschehen etwa beim Überflug eines Verwirrten über einer deutschen Großstadt, wo man den Abschuss dieses Flugzeuges durch Abfangjäger der deutschen Luftwaffe in Erwägung zog.