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Inhalt 4/2006

Crime Scene Investigation (CSI) Lower Austria

Wenn die heimischen Tatortermittler ausrücken, dann führt sie ihr Weg selten an Tatorte, wie man sie aus bekannten Serien wie CSI kennt. Nichts desto trotz arbeiten sie genauso professionell wie die bekannten Ermittler aus CSI.

Der Tatortleitfaden

Eine internationale Expertengruppe kürte den Tatortleitfaden des österreichischen(!) Bundeskriminalamtes (.BK) zum besten des EU-Raumes. Er soll künftig allen europäischen Polizeibehörden zur Verfügung stehen. Am 3. und 4. Oktober tagten Mitglieder des European Network of Forensic Science Institutes (ENFSI) im Zuge des Projektes "Development of Skills und Good Practice in Crime Scene Investigation" in Krakau. Ziel des Projektes ist die Schaffung eines "Europäischen Tatortleitfadens", um eine einheitliche und qualitativ hochwertige und effiziente Tatortarbeit mit ISO-Zertifizierung gewährleisten zu können. Der zurzeit in Österreich verwendete Tatortleitfaden fand unter den ausländischen Experten auf Grund seiner Vollständigkeit und klaren Gliederung großen Anklang. Er soll, so der einhellige Tenor, künftig als taktisches Leitbild für die jeweiligen nationalen Tatortrichtlinien verwendet werden.

Wirtschaftskriminalität

Innentäter hereinspaziert! Vor mehr als 20 Jahren tauchte in der amerikanischen Literatur erstmals der Begriff "white collar crime" auf und wurde ins Deutsche mit "weiße Kragen Kriminalität" übersetzt. Damit wurde ein Kriminalitätstyp beschrieben, der sich grundlegend von der gewaltförmigen Kriminalität in den Ghettos von Großstädten der USA unterschied und zunächst (weißen) Geschäftsleuten zugeschrieben wurde. Von Dr. Rainer Skrypzinski, Kriminalpsychologe, Northeim

Elsner und die Detektive

Der Bawag-Krimi: In New York suchten Detektive nach den Kunstwerken Flöttls und wurden fündig. In Frankreich observierte ein Wiener Detektiv die Nobelanlage, wo Elsner schwer herzkrank und nicht transportfähig verweilt. Tatsächlich führten die in verschiedenen Zeitschriften veröffentlichten Fotos zur Verhaftung Elsners.
Link: http://www.diedetektive.at

Berufsdetektive in Deutschland

Wie in der letzten Ausgabe von "der detektiv" bereits ausgeführt, bestehen im europäischen Raum unterschiedliche Zugangsbestimmungen zur Berufsausübung. Andreas Heim, Geschäftsführer der ZAD GmbH u. Vizepräsident des BID e. V., beleuchtete die Voraussetzungen in Deutschland Gewerbeanmeldung ausreichend: Der Beruf und die Bezeichnung "Detektiv" bzw. "Privat-Detektiv" ist in Deutschland weder gesetzlich geschützt noch an einen beruflichen Abschluss gebunden. Detektiv kann daher jede Person werden, deren polizeiliches Führungszeugnis und Gewerberegisterauskunft frei von Negativmerkmalen ist (§ 28 GewO). Da gesetzlich keine Zulassungskriterien vorgeschrieben werden, genügt die Aufnahme der gewerblichen Tätigkeit als Detektiv (Detekteigewerbe) durch formlose Anmeldung beim regional zuständigen Gewerbeamt (§14 GewO) des Antragstellers. Von Andreas Heim, Berufsdetektiv, Berlin
Link: http://www.z-a-d.de

Aufklärung von Straftaten durch gewerbliche Detektive

Die Arbeit von gewerblichen Detektiven wird in der Vorstellung weiter Kreise der Öffentlichkeit oft auf Schlüsselloch-Guckerei für Scheidungsprozesse reduziert. Dabei wird regelmäßig übersehen, dass Detektive wertvolle Beiträge auch bei der Aufklärung krimineller Taten leisten können. Die Rahmenbedingungen der privaten Ermittlung weichen aber naturgemäß von jenen der polizeilichen Ermittlung ab. Von Mag. Bernhard Maier, Berufsdetektiv, Wien.
Link: http://www.bm-investigations.at

IKD: International Federation of Associations of Private Detectives

Meeting of the Executive 2006: Founded in 1964, the I.K.D., "Internationale Kommission der Detektiv-Verbande" (International Federation of Associations of Private Detectives) is an International Umbrella Body consisting of Associations of Private investigators throughout the world.
Link: http://www.i-k-d.com

Privatdetektive Schweiz

Die Gesetzlichen Rahmenbedingungen haben sich in der Schweiz zum Teil verändert.

Meldeanfragen online

Österreich - Zentrales Melderegister: Das Zentrale Melderegister (ZMR) wurde im zeitlichen Zusammenhang mit der Volkszählung - Stichtag 15.5.2001- geschaffen. Seit 1.3.2002 ist das neue Meldegesetz in Kraft, und genau zu diesem Zeitpunkt erfolgte der Echtbetrieb des zentralen Melderegisters. Es handelt sich um das größte Verwaltungsregister Österreichs. Das ZMR ist eine Evidenz, in der alle gemeldeten Menschen einmal erfasst sind. Es werden jedem Menschen bundesweit sein Wohnsitz oder seine Wohnsitze zugeordnet: neben nur einem möglichen Hauptwohnsitz sind gegebenenfalls weitere Wohnsitze vermerkt. Diese Meldungen werden laufend von 2359 Gemeinden und Städten Österreichs in Echtzeit aktualisiert. Allen Behörden und Körperschaften öffentlichen Rechts, einschließlich der Gemeindeverbände, ist die Möglichkeit zu einem Online-Zugriff eingeräumt worden. Meldedaten stehen somit überall rund um die Uhr zur Verfügung (Wartungsarbeiten werden möglichst außerhalb der Hauptbetriebszeiten, an Arbeitstagen von 7:00 bis 19:00 Uhr, durchgeführt).

Deutschland: Elektronisches Meldewesen – ab 2009 geht es los

Deutschland, Österreich, Irland, Ungarn, Estland: Melderegister europaweit online abfragen
Bereits 2004 wurde das europaweite Melderegister RISER vorgestellt (siehe auch "Riser gestartet", "der detektiv", Dezember 2005, S 44). Seit August gibt es das neue Projekt "RISERid" (id= initial deployment"). Hier werden Meldeanfragen aus Österreich, Deutschland, Irland, Ungarn und Estland angeboten. Die Eintragung funktioniert problemlos, Grundgebühren fallen nicht an. Die Kosten belaufen sich für Abfragen in Deutschland, z.B. Berlin, auf EUR 0,20, in NRW (wenn Melderegister elektronisch erschlossen sind) EUR 4,00,-, in den anderen Bundesländern (abhängig, ob die Melderegister elektronisch erschlossen sind oder nicht) EUR 0,50 bis EUR 15,- und EUR 3,- für Österreich. Zusätzlich fällt das RISER Serviceentgelt an, das zwischen EUR 0,30 und EUR 3,-, (wenn grenzüberschreitend) beträgt. Anfragen in Ungarn (nach Genehmigung des zuständigen Ministeriums) und in Estland sind ebenfalls möglich, Kosten EUR 3,- und die Gebühr der Meldebehörde. Für Abfragen in Österreich ist ebenfalls die Genehmigung des zuständigen Ministeriums erforderlich.
Link: http://www.riser.eu.com

sicherheitsmelder.de

Der umfassende Online-Informationsdienst zu Security und Safety Ein Team hochrangiger Sicherheitsexperten überwacht fortlaufend das Rechts- und Themengebiet "Sicherheit in der Wirtschaft" und gibt sein Wissen in Fachbeiträgen online weiter. Sie erfahren zeitnah, auf Wunsch auch per E-Mail-Newsletter, wo sich Bestehendes ändert und Neues entwickelt. SICHERHEITSMELDER.DE ist eine Wissensdatenbank. Von der Aus- und Fortbildung der Sicherheitsfachkräfte bis zur Dienstleistung, von der Sicherheitstechnik bis zum Geheimschutz, werden alle relevanten Themenbereiche behandelt. Über Gliederungsbäume, Indexe und zahlreiche Suchfunktionen greifen Sie entweder gezielt auf Fachbeiträge zu oder filtern aus der gesamten Informationsmenge Wissen zu bestimmten Themengebieten schnell und einfach heraus. Schon jetzt können Sie auf über mehr als 1.400 Schlagwörter aus 500 Fachbeiträgen zugreifen.
Unter www.sicherheitsmelder.de finden Sie kostenlos die Kurzübersichten, sog. Abstracts, und die "frei zugänglichen" Fachbeiträge. Darüber hinaus beträgt das Nutzungsentgelt für das Abonnement monatlich EUR 10,-. Die Abrechnung erfolgt jährlich.
Link: http://www.sicherheitsmelder.de

Digipix news

Trés chic

Die Sony Cyber-shot N2 für ca. EUR 430,- bietet 10 Megapixel mit 3fach optischen Zoom und Touchscreen Bedienung.
Die Sony Cyber-shot T50 mit einem 3Zoll Touchscreen Monitor ausgestattet, bietet 7 Megapixel und 3fach optischen Zoom. Preis ca. EUR 480,-. Damit fotografiert James Bond!

Gesichtserkennung

Mit neuem Gehäuse und optimiertem Sensor soll im Jänner 2007 die FinePix S5 PRO auf den Markt kommen. Der neue Super-CCD-SR-Pro Bildsensor bietet 2 x 6 Megapixel. "People" Fotografen profitieren vom neuen Gesichtserkennungsmodus.

Titan Ixus

Die Digital IXUS 900 Ti im extravaganten Titangehäuse bietet 10 Megapixel, CCD-Sensor, DIGIC III Prozessor, 3fach optisches Zoom und Gesichtserkennung AF/AE um ca. EUR 499,-.

Infrarot (IR) – Fotografie als Dokumentationshilfe für Nachtaufnahmen

Mit der EOS 20Da bietet Canon eine limitierte und modifizierte Spezialversion der digitalen Spiegelreflexkamera EOS 20D. Zielgruppe: wissenschaftlich-forensisch tätige Anwender und Astro-Fotografen. Die 20Da wurde mit Blick auf diese besonderen Anwenderanforderungen optimiert. Von Andreas Heim, Berufsdetektiv, Berlin

Ultrateleobjektiv

Beim SIGMA 300-800/5,6 EX APO HSM IF werden durch ein neuartiges Vergütungsverfahren Spiegelungen, die durch Reflexionen am Digitalsensor entstehen können, unterdrückt. Der HSM Antrieb sorgt für schnelle und lautlose Fokussierung, die serienmäßige Stativschelle gewährleistet ausgewogene Balance. UVP EUR 7.999,-.

Das kleinste und leichteste Objektiv seiner Klasse

Das SIGMA 18-200/F3,5-6,3 DC Asp. IF hat das Zeug dazu, sehr schnell die Beliebtheitsskala anzuführen. Analog gesehen entspricht es dem Superzoom 28-300mm und bietet dem Digitalfotografen einen enormen Brennweitenbereich und damit Gestaltungsfreiraum. Mit diesem Zoom ausgerüstet, werden Sie so schnell kein anderes Objektiv vermissen, bietet es Ihnen doch zahlreiche Brennweiten in einem kompakten Gehäuse. UVP EUR 449,-.

Mehr Speicher

SDHC (Secure Digital High Capacity) heißt die nächste Generation von SD-Speicherkarten. Statt bis zu 2GB sind dann bis 32GB möglich und das mit einer Datentransferrate von bis zu 6MByte/sek. Haken: Um die Karten nutzen zu können, braucht es entsprechend kompatible Kameras und Kartenlesegeräte. SanDisk hat ab sofort CompactFlash Karten mit 16GB Speicherkapazität im Programm. Die Extreme II getauften Speicherriesen sollen Datenraten von mindestens 20MB/sek. erlauben. Eine 12 GB Karte kostet ca. EUR 550,-, die 16 GB Karte ca. EUR 730,-.

Canon Media Storage Viewer M30/M80

So nennen sich die mobilen Speichergeräte für Fotos, Videos und Musik von Canon. Die ca. 9x13x3,3 cm großen Speichersafes mit 1/1,8" Festplatte und Kapazitäten von 30 oder 80 GB sind mit Steckplätzen für CF-, und für SD/MMC-Karten sowie USB-2.0 Schnittstelle ausgestattet.
Die Bedienung ähnelt den EOS-Modellen, Direktdruck mit PictBridge kompatiblen Druckern ist möglich. Kommt im Jänner 2007 auf den Markt, Preis zwischen EUR 500,- bis EUR 700,-.

LK Mount Kamera

heißt eine neue, universelle Kameraklemme, bestehend aus einer verstellbaren, stabilen Aluminium- Zange mit Gegendruckfedern und einem Kugelgelenk aus hochwertigem Kunststoff mit genormtem Gewinde. Diese Klemme lässt sich laut Hersteller einfach an Fahrradlenkern, Autoscheiben oder auch an einem Stein befestigen. Sie wiegt 120g und misst 8,5x5,5x2,5 cm und kostet nur EUR 29,- plus Versandgebühren. Zu bestellen unter http://www.langhans-gmbh.com/

Der Name ist Bond, James Bond

Der neue Bond gibt sich sehr genügsam und begnügt sich mit handelsüblichem Laptop und seinem Foto-Handy.
Links: http://www.sonystyle.com/is-bin/INTERSHOP.enfinity/eCS/Store/en/-/USD/SY_ViewStatic-Start?page=static/promos/casino_royale&INT=sstyle-VGNTXN007-itemlevelbanner-bond
http://www.jamesbondfilme.de
http://www.jamesbond.de
http://www.sonypictures.de/index.html/landing/casino-royale

Buchtipps

"Polizeirecht I – Sicherheitsverwaltung" von Theodor Thanner / Mathias Vogl
"Polizeirecht II - Nebengesetze" von Theodor Thanner / Mathias Vogl
"Ausbildungsunterlage 'Funk' für Sicherheitsdienste und Detekteien" von Thorsten Wilke
"Der Weg zum Freispruch (für Österreich) - Verteidigungsstrategien und Rechtsschutzmöglichkeiten im österreichischen Strafverfahren" von Dr. Adrian Eugen Hollaender
"Häusliche Gewalt und Tötung des Intimpartners - Prävention und Fallmanagement" von Jens Hoffmann, Isabel Wondrak
"Psychologie des Stalking. Grundlagen - Forschung – Anwendung" von Jens Hoffmann, Hans-Georg Voß (Hsg.)
"Auf Messers Schneide - Spektakuläre Fälle der Rechtsmedizin" von Markus A. Rothschild
"Der Doppelmord an Uwe Barschel. Die Fakten und Hintergründe" von Wolfram Baentsch
"State of War" von James Risen
"Das Serienmörder-Prinzip. Was zwingt Menschen zum Bösen?" von Stephan Harbort
"Messer, Kugel, Schlinge, Gift. Die Pathologie auf den Spuren der Verbrecher" von Hans Bankl
"Ich bin doch kein Mörder. Gerichtsreportagen 1989-2004" von Gisela Friedrichsen
"Kalte Monde" von Manfred Wieninger

spytalk

"Regierungsbunker" als Datenspeicher
Ex-KGB-Agent in Sushi-Bar vergiftet
Briten werden am stärksten überwacht
Volkszählungstest mit T-Systems
CCC: Gesetzentwurf gefährdet die Computersicherheit
Hacker folgen dem "Duft" des Geldes
Who can you trust. European Hacker Party
http://events.ccc.de/congress

Short Cuts

Foco-Film
Mordfall Deubler
If I did it
"Girl in the Cellar"
Sicherheitsfragen